“Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!” – Konzeptläden haben schon etwas von Pipis Leitspruch, oder nicht?

Gerade in pulsierenden größeren Städten oder Großstädten wie Wien bieten sich viele Möglichkeiten und Chancen für Konzept-Läden.

Spricht man mit den Ladenbesitzern, dann wird meist klar, die Idee des Ladens und die Zusammenstellung der Produkte und Dienstleistungen sind untrennbar mit ihnen verbunden.
Oft sehr organisch gewachsen, basierend auf nicht selten einer “Blitzidee” war es auf einmal völlig klar – das muss es sein und nichts anderes!
Hier in Wien gibt es einige Bezirke wie klassisch den 7. Bezirk, aber auch den 4. und 5. Bezirk, die ein wahres Eldorado für Konzeptläden zu sein scheinen. Ein Fahrradladen mit eigener Bar; Nähsalsons mit mietbaren Arbeitsplätzen, Stoffverkauf und Beratung; Modelabels in Kombination mit einem Graphikbüro; ein Bioladen, der gleichzeitig auch Schallplatten verkauft, ungewöhnliche Backshops und Cafés.
Sie verleihen jeder Stadt besonderen Flair, sie können nicht so einfach ausgetauscht werden und verhindern, dass die Stadt im Einheitsbrei der großen Label-Stores versinkt.

Doch diese Ungewöhnlichkeit, diese Besonderheit braucht nachhaltiges und pfiffiges Marketing, um im Machtkampf der Ketten überleben zu können.

Denn eines ist vollkommen klar: Es kann nicht um Preisdumping gehen. Hier werden Sie immer der Verlierer sein, denn meist wird es noch eine größere und billigere Kette geben, die den Preis unterbieten kann.

Es sind Sie, es sind besondere Beratungsangebote, ein phänomenales Fachwissen, besondere Öffnungszeiten, schwer zu bekommende Einzelteile, emotionale Erlebnisse…

Wichtige Fragen sollten man sich hier stellen:

    • Was genau ist das besondere an meiner Produktauswahl und meinen Dienstleistungen
    • Welches besondere Ladenkonzept (Einrichtung und Atmosphäre) soll sich darin auch wieder finden?
    • Welches Lebensgefühl sollen meine Kunden durch den Besuch in meinem Laden und dem Kauf meiner Produkte und Dienstleistungen erfahren dürfen?
    • Wie präsentiere ich meine Ware? Wie sieht mein Schaufensterkonzept für die nächsten Monate aus?
    • Welche Zusätzlichen Services biete ich?
    • Was ist mein roter Faden?

Source: flickr.com via Natascha on Pinterest

 

Diese Fragen sind grundsätzliche Fragen, die man für sich beantworten sollte, denn dann geht es über ins Marketing. Wie erreiche ich meine bestehenden Kunden und wie neue mit dem, was ich bin und was mein Ladenkonzept ausmacht?

Lokales Marketing soll schlussendlich zu mehr Kunden und zu mehr Umsatz am Kunden führen.

Lokales Marketing bedeutet heute aber schon längst nicht mehr, dass Printanzeigen, lokales Flyern oder eine Visitenkarte ausreichen würden.

So global das World Wide Web ist, so lokal kann man es für sich und seine Marketingstrategie nutzen und das sollte man auch!

Was gehört denn im Internet mindestens dazu?:

  • Eine gut designte, gut programmierte und gut suchmaschinenoptimierte Webseite, als Heimathafen im Internet, meist auch ein Blog eventuell noch ein Newsroom, aber das hängt ganz individuell von Ihren Produkten und Dienstleistungen ab.
  • Aufbau von Präsenzen im Social Web auf den für die Zielgruppe und das Konzept relevanten Plattformen. Meist gehört Facebook als Standard dazu und es sollte mind. noch eine weitere spezifische Präsenz aufgebaut werden, wenn man startet.
  • Die Entscheidung, welche Location Based Services man nutzt, um die digitale Welt mit der physischen zu verbinden. Mit welchen besonderen Überraschungen verwöhnen Sie Ihre community, die bei Ihnen im Laden “eincheckt” und sich somit als Ihre Markenbotschafter im positiven Sinne outet und Ihnen hilft, dass Mund-zu-Mund-Propaganda wesentlich mehr ausgeschöpft, verbessert wird und eine neue Dimension erreicht?

Das A und O in diesen Nischenbereichen von Konzeptläden ist die Mund-zu-Mund-Propaganda, offline wie online!

Die online Mund-zu-Mund-Propaganda hat schon und wird in der Zukunft  weiterhin zunehmen und wird mehr und mehr an Gewicht und Bedeutung für Sie und Ihren Konzeptladen gewinnen.
Wenn Sie spannende und einfache Möglichkeiten bieten, wie man sie weiterempfehlen kann, dann tun das begeisterte Kunden auch! Im online-Bereich tun sie es sogar mehr, als Sie jetzt vielleicht für möglich halten.

Je nach Art Ihrer Ausrichtung bieten sich noch weitere Möglichkeiten, die sich jenseits von klassischem eMail-Newsletter, Rabattmarken, Stammkundenevents, Pressemitteilungen etc. bewegen.

Markenaufbau und Markenkommunikation ist ein ständiger und stetiger Prozess, der sich immer wieder aufs Neue an Ihrem roten Faden orientiert und gleichzeitig aber auf neue Bedürfnisse und Veränderungen am Markt einrichten und ausrichten muss.


Im Markenaufbau hat man es auch nie geschafft, denn die Kommunikation darüber, miteinander und untereinander verhindert das Vergessen. Das Vergessen, dass es Sie und Ihren einzigartigen Laden überhaupt gibt.
Das klinkt nach viel Arbeit? Jein!
Ja, es ist Arbeit, und ja, sie kostet Zeit und Geld – Arbeit, die aber Teil Ihres unternehmerischen Daseins ist und es wäre völlig gelogen, das hier klein zu reden.
Aber auch Nein, denn, wenn es Spass macht, wenn man die gewünschten Ergebnisse erreicht, wenn man seine Kunden zufrieden stellen kann, wenn man das eine oder andere auslagern kann, dann verschwindet der Druck, dass es belastende Arbeit ist.

Sich darum drücken kann man schlecht, denn sonst ziehen die Konkurrenten an Ihnen vorbei!


Natascha Pfeiffer

Über Natascha Pfeiffer

Natascha Pfeiffer ist Co-Founder von PRand Communication. Für sie sind Marketing, Branding und PR-Arbeit stets mehr als profanes Kreieren von schillernden Werbebotschaften – ihr geht es um authentische Kommunikation auf allen Ebenen eines wahren Kerns. Dabei gehören die Offline- und die Online-Kommunikation, speziell im Social Media Bereich, zusammen betrachtet und sind Teil einer gesamten Kommunikationsstrategie eines Unternehmens.