3f6a48bf38399cd6b8ff894a108f8c06Source: fuckyouverymuch.dk via Dieter on Pinterest

Es ist so eine Sache mit diesem “Branding”. Sobald man sich damit beschäftigt, muss man sich gewisse Fragen stellen, an denen man nicht vorbei kommt.

Eine Frage, die viel zu selten gestellt wird ist: “Gibt es überhaupt ein Problem für meine Lösung?”

Diese Frage wird oft mit allen Mitteln versucht zu vermeiden. Möglicherweise aus unbewusster Angst, dass es da draußen überhaupt niemanden gibt, der sich für mein Produkt oder Dienstleistung interessiert.

Bevor wir anfangen eine Marke zu kreieren, steht die Analyse des Produkts im Mittelpunkt und damit einhergehend auch ein genauer Blick auf den potentiellen Markt.

Besonders Einzelunternehmer und KMUs sind oft sehr kreativ und von ihren Ideen getrieben, neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
In diesem kreativen Prozess geht oft der Blick über den Tellerrand und man selbst innerhalb der revolutionären neuen Idee verloren.

Gibt es da draußen überhaupt jemanden, dem mein Produkt REAL helfen würde?

Wenn wir als Agentur für Branding und Marketing hinzugezogen werden, dann haben wir oft die unangenehme Aufgabe, genau diese Frage zu stellen.
In manchen Fällen führt das auch zu einer völligen Veränderung des Produkts oder der Dienstleistung der Kunden. Nämlich genau dann, wenn Unternehmer auch bereit sind, sich diesem Prozeß zu stellen und Qualität und Mehrwert in den Vordergrund zu stellen. Mehrwert für den Kunden wohlgemerkt.

Was passiert, wenn es diese Bereitschaft zur Konfrontation auf dieser essentiellen Ebene nicht gibt?

Dann wird oft versucht, einen künstlichen Bedarf zu schaffen. Frei nach dem Motto “Lasst uns zuerst einen Mangel erschaffen, den wir dann mit unserem Produkt füllen können”.

Ein mühsamer Weg, der paradoxer Weise für viele als Definition von Marketing angesehen wird.

Klar, mit einem Millionenbudget lässt sich auch in einer breiten Masse ein künstliches Bedürfnis kreieren. Selbst das wird aber immer schwieriger, denn Dank Social Media und dem Internet, lassen sich Kunden immer seltener in diese Illusionen drängen. Kommunikation ist grenzenlos und offen.

Die besten Lösungen sind einfach.

Bevor man sich also an die Arbeit macht, sein Produkt oder Dienstleistung zu perfektionieren und mit allen Mitteln versucht, darum eine Marke zu erschaffen, könnte  man sich folgende Fragen stellen:

  • Gibt es am Markt schon eine einfachere Lösung?
  • Gibt es bereits eine Lösung mit einem besseren Preis/Leistungs-Verhältnis?
  • Warum sollte jemand meine Lösung bevorzugen? Was macht meine Lösung einzigartig?
  • Warum sollte jemand seinen Freunden und Bekannten von meiner Lösung erzählen?
  • Ist meine Lösung einfach zugänglich?
  • Ist meine Lösung einfach umsetzbar?
  • Ist meine Lösung einfach messbar?

Der schwierigste Faktor: Psychologie

Wir sind blind. Wir sind blind, wenn es um die Erschaffung und Umsetzung eigener Ideen und Konzepte geht. Freunde und Bekannte sind auf unserer Seite und unterstützen uns. Oft unterstützen sie uns aber auch, in dieser Blindheit zu verharren und nicht genau hinzusehen.

Selbst größere Unternehmen sind nicht vor dieser Betriebsblindheit gefeit. In manchen Fällen ist es noch schwieriger über den Tellerrand hinauszusehen, je größer das Unternehmen und das beteiligte Team ist. Hierarchien tun ihr Möglichstes dazu, um diese Blindheit zu unterstützen.

Sich Hilfe von Außen zu holen, ist ein Zeichen für eine gesunde Unternehmenskultur.

Die einfache Lösung: Offenheit für Neues

Unser Tipp für das Erschaffen einer starken und stimmigen Marke ist ganz klar: Seien Sie offen für neue Lösungen. Intern wie extern.

Manchmal ist es nur nötig eine kleine Änderung vorzunehmen, um eine große Wirkung zu erzielen. So ist das auch mit Marken.

Sie müssen nicht immer das Rad neu erfinden, um Ihre Kunden zu begeistern.

Der wahre Erfolg Ihrer Marke liegt in ihrer Einfachheit: Probleme zu lösen, die es wirklich draußen bei Ihren Kunden gibt!

 

Über Dieter Schwarz

Dieter Schwarz ist Co-Founder von PRand Communication. Seine Schwerpunkte sind PR, Branding, Social Media Marketing und die Veränderungen von Unternehmen hin zu “sozialen Unternehmen”.